Allgemeine Informationen
1. Organisation
Der Fernskiwanderweg wird markiert und betreut durch die ARBEITSGEMEINSCHAFT SKIWANDERWEGE SCHWARZWALD E.V. Ihr gehören die folgenden Organisationen als Mitglieder an:
Verbände/Loipenvereine: ADAC Gau Südbaden e. V. Bergwacht Schwarzwald e. V. Club Thurnerspur e. V. Hotel- und Gaststättenverband Schwarzwald-Bodensee e. V. Langlaufgilde Hohtann-Belchen e. V. Schwarzwaldverein e. V. Skiverband Schwarzwald e. V. Skizunft Brend e. V. Verein Notschrei-Loipe e. V. |
Städte und Gemeinden: Schonach, Schönwald, Vöhrenbach, Titisee-Neustadt, St. Märgen, Breitnau, Hinterzarten, Feldberg
Skiclubs: Schonach, Gütenbach,
Urach, Waldau, WSV Titisee, Hinterzarten |
Planung, Anlage und Unterhaltung erfolgen mit Unterstützung der Baden-Württembergischen Landesforstverwaltung, dem Naturpark Südschwarzwald, des Deutschen Skiverbandes
und der anliegenden Gemeinden.
Anschrift:
Arbeitsgemeinschaft Skiwanderwege Schwarzwald e. V.
Haus des Gastes, D-78136 Schonach
Tel. (07722) 96481-0, Fax (07722) 2548
e-mail: info@schonach.de, Internet: www.schonach.de
2. Markierung
Der Fernskiwanderweg ist von Schonach zum Belchen, also nur in einer Richtung markiert, er sollte daher nicht in entgegengesetzter Richtung gelaufen werden (mancher Anstieg ist als Abfahrt nicht ratsam). Wer sich trotzdem nicht davon abhalten lassen will, nach Schonach zurück zu laufen, der erspart sich viel Ärger mit entgegenkommenden Läufern, wenn er zumindest auf den Rundloipen deren Laufrichtung einhält. Hierbei ergeben sich natürlich Abweichungen von der Originalstrecke des Fernskiwanderweges.
Die Markierung besteht aus runden, orangefarbenen Kunststoffscheiben mit dem Signet der Arbeitsgemeinschaft (frontal zur Laufrichtung) und - auf Freiflächen - in Markierungsstangen mit orange eingefärbtem Zopfende. Starke Richtungsänderungen (z. B. Spitzkehren) werden durch Richtungspfeile angezeigt. An den wichtigsten Einstiegsstellen befinden sich Orientierungstafeln mit aufgedrucktem Streckenplan.
Die Markierung wird im Frühjahr abgeräumt. Bitte versuchen Sie nicht, den Fernskiwanderweg im Sommer zu Fuß oder mit dem Mountainbike zu machen
3. Streckenzustand
Wie aus dem Streckenplan ersichtlich wird, ist der Fernskiwanderweg teils regelmäßig (auf Rundloipen), teils unregelmäßig, teils nicht präpariert (vom Rinken zum Grüble). Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nach Neuschneefällen die Spurmaschinen nicht überall gleichzeitig sein können. Ihre Laufleistung hängt maßgeblich vom jeweiligen Streckenzustand ab, was Sie bei der Bemessung Ihrer Etappen unbedingt berücksichtigen sollten. Informieren Sie sich über Schneelage und Streckenzustand bei den Touristinformationen.
4. Körperliche Voraussetzungen
Der Fernskiwanderweg ist eine technisch anspruchsvolle Laufstrecke. Der Schwarzwälder Ski-Marathon, der von Schonach bis Hinterzarten (60 km) mit dem Fernskiwanderweg identisch ist, gilt wegen seiner Anstiege und Abfahrten als interessantes Rennen seiner Art. Dies trifft erst recht für die gesamten 100 Kilometer zu, die eine Gesamtsteigung von 2300 m aufweisen! Die Bewältigung des Fernskiwanderweges kann also nur geübten Skiläufern empfohlen werden. Je besser die Kondition, desto größer auch der Genuss beim Skiwandern: Machen Sie sich deshalb nicht untrainiert auf den Weg! Älteren Skiwanderern und Langläufern wird zuvor eine sportärztliche Untersuchung nahegelegt. Skitechnisches Können verlangen insbesondere die Abfahrten, besonders bei Harsch und Vereisung.
5. Ausrüstung
Da präparierte Loipen mitbenutzt werden, sollten Sie nur Loipen- oder Langlaufski, auf keinen fall Kurzski mit Fellen (wie für den Hochtourismus) verwenden. Wegen der häufig wechselnden Schneeverhältnisse eignen sich für den Wanderer auch Schuppenski. Andernfalls sind Wachs, Lötlampe und Spachtel (für vereiste Laufflächen) unbedingt mitzuführen. Der Wachsvorrat kann unterwegs ergänzt werden (s. Streckenplan). Skating ist auf manchen Teilstrecken nicht erlaubt (z. B. Thurnerspur), auf anderen nicht möglich (z. B. über den Feldberg). Verwenden Sie daher nicht den ungewachsten Skating-Ski. Erforderlich ist auf jeden Fall die Mitnahme eines Rucksacks, in welchem neben Proviant, Wachs und Kälteschutz auch Ersatzwäsche und Strümpfe nicht fehlen dürfen. Trotz der zahlreichen Wirtshäuser an der Strecke sollten Sie Notverpflegung (Schokolade, Traubenzucker, Obst) immer dabei haben. Streckenplan und Broschüre sind nach Format, Gewicht und Verpackung so gestaltet, daß sie - vor Nässe geschützt - in der Außentasche Ihres Laufanzuges jederzeit greifbar mitgeführt werden können. Mehr noch als beim Sommerwandern kann das Gewicht des Rucksacks im Winter den Laufgenuss beeinträchtigen. Sparen Sie deshalb jedes überflüssige Gramm ein - aber mit Verstand!
6. Allgemeine Verhaltensregeln, Gefahren
- Lassen Sie sich Zeit! Langlaufspezialisten haben die Strecke unter optimalen Bedingungen in einem Tag zurückgelegt. (Siegerzeit von Georg Thoma 1982 beim 100-Kilometer-Rucksacklauf um den „Wäldercup“ 5 h 51 min!) Beim Skiwandern soll neben der sportlichen Leistung aber auch das Natur- und Landschaftserlebnis nicht zu kurz kommen. Wetter- und Schneeverhältnisse können sich im Schwarzwald sehr schnell ändern! Planen Sie also mindestens drei Tagesetappen. Die in den Streckenverlauf einbezogenen Rundloipen, die zu den landschaftlich schönsten, bestgepflegten und schneesichersten des Schwarzwalds gehören, eignen sich besonders gut für "Ruhetage" oder für "Platzrunden" bei sich verschlechterndem Wetter, bei Neuschnee oder Schneesturm. Unter ihrer Einbeziehung laufen sie mindestens vierzehn Tage - ohne sich zu wiederholen.
Der Schwarzwald kann im Winter außerordentlich heimtückisch sein. Die Gefahren werden auch von Einheimischen und Ortskundigen vielfach unterschätzt!
Der Fernskiwanderweg verläuft grossteils in besiedelter Landschaft, daneben aber auch in nahezu alpinem Gelände (z.B. Grüblesattel am Feldberg mit über 1400 m Seehöhe), wo bei Nebel und Schneetreiben erhebliche Gefahren lauern können. Halten Sie sich also grundsätzlich eng an die Markierung. Rufen Sie bei der Wetterstation Feldberg an, wenn die Wetterverhältnisse im Feldberggebiet unsicher sind. Rät man Ihnen ab, so versuchen Sie niemals, die Etappe zu erzwingen! Speziell für die Fernskiwanderer wurden Straßenunter- und überführungen angelegt. An anderen Straßenübergängen müssen die Skier abgeschnallt werden. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Von Gastronomen längs des Fernskiwanderweges wird der Transport des Gepäcks Ihrer Übernachtungsgäste von Hotel zu Hotel durchgeführt. Laufen Sie dennoch nie ohne Rucksack los, in dem Sie Wetterschutz, Verpflegung, Wachs u. ä. mit sich führen. Während des Laufens sollten Sie regelmäßig etwas Nahrung, feste und flüssige, zu sich nehmen. So schützen Sie sich am besten vor plötzlichen Erschöpfungszuständen. Morgens ein reichhaltiges, aber leichtes Frühstück, abends darf geschlemmt werden. Unmittelbar nach dem Lauf empfiehlt sich ein warmer Tee oder auch ein Bier. Hunde (auch Schlittenhunde) sind auf dem Fernskiwanderweg, wie auch auf allen Rundloipen, unerwünscht. Bitte halten Sie die Landschaft sauber, werfen Sie keinen Unrat weg. Ersparen Sie uns Reinigungskosten nach dem Abtauen der Schneedecke.
Die Gefahr, sich zu verlaufen, ist erfahrungsgemäß am größten bei Abzweigungen des Fernskiwanderwegs von Rundloipen, auch wenn sie noch so gut markiert sind. Sie sollten sich deshalb anhand der Streckenbeschreibung und des Streckenplans vororientieren, wann und wo der Markierung erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden muß. Bei Schneefall und tiefem Neuschnee kann es sehr hilfreich sein, wenn Sie sich zu Gruppen zusammenschließen, um gemeinsam Teamarbeit zu leisten (Abwechseln beim Spuren und bei der Führungsarbeit).
7. Schneesicherheit, Terminplanung
Als schneesicherster Monat gilt im Schwarzwald allgemein der Februar, jedoch kann, zumindest teilstreckenweise, je nach Verlauf des Winters schon ab Dezember bis in den April gelaufen werden. Die Quartiermöglichkeiten sind zwischen Weihnachten und Dreikönig, aber auch um die Fasnet erfahrungsgemäß beschränkt. Loszuwandern ohne Voranmeldung ist nur in der zweiten Januarhälfte empfehlenswert. Auf jeden Fall raten wir, morgens vor dem Aufbruch jeweils das nächste Etappenziel anzurufen, um sich Gewissheit über die Unterkunftsmöglichkeiten zu verschaffen. Im Februar finden alljährlich der Schwarzwälder Ski-Marathon und der 100-Kilometer-Rucksacklauf um den „Wäldercup“ statt. In dieser Zeit ist die Strecke von Schonach bis Hinterzarten bzw. zum Belchen besonders gut präpariert. Doch während der Rennen selbst sollten Sie Ihre Wanderung unterbrechen.
8. Anreise - Rückreise
Im Idealfall lassen Sie sich im PKW zum Startort Schonach fahren und vom Zielort Untermulten abholen. An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind in jedem Fall zeitraubender; in diesem Fall ist es aber zweckmäßig, den eigenen Wagen in Freiburg oder Offenburg zu stationieren (Parkhäuser) und per Bahn und Bus anzureisen.
1. Öffentliche Verkehrsmittel
Von Offenburg: Mit Schwarzwaldbahn nach Triberg, von da mit Bus nach Schonach
(Haltestelle: Triberger Strasse)
Von Belchen-Multen: Mit Bus ab Aitern (Haltestelle: Multen) nach Freiburg im Breisgau (Hauptbahnhof).
Infos unter: www.efa-bw.de
2. Mietwagen/Omnibusse
Rückfahrt Multen-Schonach
Transport auf Anfrage bei:
Kropf-Reisen, Inh. Walter Kropf
Am Schadenrain 1, D-79677 Schönau/Aitern
Tel. (07673) 448, Fax 8540
(rund um die Uhr erreichbar)
Omnibus-Reisebüro Steiert, Thomas Steiert,
D-79856 Hinterzarten, Tel. (07652) 777, Fax 5566
Auto-Kienzler, D-78136 Schonach,
Tel. (07722) 6587+5477
9. Kosten
Die Markierung des Fernskiwanderweges und seine Unterhaltung kosten Geld. Seine Benutzung ist für jedermann unentgeltlich. Dennoch freuen wir uns über Ihre Spende, wenn Ihnen die Wanderung gefallen hat. Hier unser Konto:
Konto-Nr. 300 3382 Sparkasse Schonach (BLZ 694 500 65)
10. Haftung
Die Arbeitsgemeinschaft übernimmt keinerlei Haftung. Den Benutzern des Fernskiwanderweges wird die DSV-Skiversicherung empfohlen.
11. Erste Hilfe (Bergrettungsdienst)
