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Schwarzwälder Ruchsacklauf (100 km)
Im Schwarzwald gibt es eine wunderschöne Skitour auf gespurter Loipe von Schonach über den Feldberg zum Belchen. Wegen der guten Verkehrsverbindung und der Umwellt zu Liebe sollte diese Tour nicht mit dem Auto gestartet werden, weil man somit überall abbrechen oder eine andere Variation wählen kann.
1.Tag: Die Bahn brachte uns nach Triberg und mit dem Bus kamen wir dann schnell nach Schonach ins alte Skistadion. Gleich nach dem Start führte die Loipe einen Berg hinauf, das war zum Aufwärmen gut so. Auf freiem Gelände fügten sich vereinzelte Bauernhäuser in die liebliche Landschaft ein. Die Ortschaft Schönwald lag unter uns im Tal. In großen Schleifen zog der Weg bergauf und bergab. Die ganze Strecke war als Ski-Fernwanderweg ausgeschildert.
Bei Kilometer 15 lockte an der Martinskapelle ein Gasthaus zur Mittagspause. Hier war es an blankgescheuerten Holztischen recht gemütlich. In einem alten Schwarzwaldbuch stand: "Imme kleine Hus / wandlet i und us - Gelt, de meinsch i sag der, wer? S´ isch e Sie, es isch e Er / imme kleine Hus". Wie gut schmeckte hier der Eintopf. Frisch gestärkt ging es wieder in die Loipe, 20 km warteten noch auf uns. Die wenigen Höhenmeter zum Brend waren bald geschafft. Nun begann ein leichte Abfahrt und man konnte dabei die Gegend anschauen. Im Westen erschienen die Berge und den Turm vom Schauinsland . Wir liefen am Alten Eck und Neuen Eck vorbei, so hießen zwei alte Bauernhöfe, und gönnten uns im Gasthaus „Zum Hirschen“ eine Kaffeepause. Die Loipe führte an der Landstraße entlang, eine große Brücke gab es nur für die Autos, die Skifahrer mussten tief ins Tal hinunter und drüben wieder aufsteigen. Endlich erreichten wir am späten Nachmittag die Kalte Herberge . Die Legende besagt, dass hier zwei Wanderer auf dem Ofen erfroren waren. Doch heute war gut geheizt. Nach dem Duschen und Abendessen war die Welt für uns wieder in Ordnung. Mit den anderen Gästen kamen wir auch ins Gespräch, denn viele wollen die gleiche Tour laufen.
2.Tag: Pünktlich um 8 Uhr erschienen wir zum Frühstück, denn heute mussten 40 km bewältigt werden. Ein Anstieg verschaffte gleich die richtige Körperwärme. Wälder und freie Flächen wechselten sich ab. Unten im Tal lag noch verschlafen Waldau im Dunst. Ein flotte Waldabfahrt führte hinunter ins Dorf. Nach dem Aufstieg ging es in der Thurner-Spur entlang. Der höchste Punkt wurde an der Weißtannenhöhe erreicht. Von ferne grüßte der Feldberg herüber - welch eine schöne Aussicht! Von nun an ging es 5 km nach Hinterzarten hinunter. Wald und freies Gelände mit Bauernhöfen wechselten sich ab.
Nach der Mittagsrast folgte ein gewaltiger Anstieg in vielen Kurven Richtung Feldberg. Der Weg schraubte sich stetig höher. Wir lagen so gut in der Zeit, dass wir noch einen Schlenker zum Feldsee mitnahmen. Nach einer kurzen Pause im Raimartihof wurden die letzten Kilometer zum Rinken am Fuße des Feldberges gespurt. Leider war eine Übernachtung am Rinken nicht mehr möglich und wir fuhren auf der anderem Seite Richtung Hinderzarten wieder talwärts nach Alpersbach. Ob im „Engel“ oder in der „Esche“, man ist überall gut aufgehoben. Der heutige Tag mit vielen Auf und Ab hatte schon Einiges abverlangt und wir ließen den Tag gemütlich ausklingen.
3.Tag: Am Morgen liefen wir zum Rinken hinauf und konnten den Aufstieg zum Feldberg (1500 m) in Angriff nehmen. Die herrliche Aussicht vom Gipfel begeisterte immer wieder. Das Herzogenhorn und der Belchen lagen zum Greifen nahe, und am Horizont zog sich die Schweizer Alpenkette hin. Es fiel uns schwer, uns von diesem herrlichen Panorama loszureißen. Nun folgte eine rasche Abfahrt zur Todtnauer Hütte und zum Stübenwasen. Bald ging es gemütlicher weiter. Welch eine Freude, so still durch den tiefverschneiten Wald zu gleiten!
Am Notschrei war eine Mittagsrast angesagt. Der Skiwanderweg verlief weiter zum Belchen, doch weil es da keine so gute Busverbindung wie am Notschrei gab, hatten wir eine andere Variante. Wir durchliefen hier die Schauinsland-Loipe und hatten somit auch unsere 100 km zusammen. Vom Notschrei fuhren wir mit Bus und Zug über Freiburg nach Hause. Obwohl auf dieser Tour 2400 Höhenmeter bewältigt werden müssen, bleibt es eine Genusstour in einmalig schöner Schwarzwaldlandschaft.
Ski heil, Ritter Arno aus Karlsruhe
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